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Sehr geehrte Damen und Herren,
2025 war zweifellos ein anspruchsvolles Jahr – wachsende geopolitische und wirtschaftliche Herausforderungen haben dominiert und die politischen Diskussionen in Berlin geprägt. Auch durch unseren sehr gut besuchten Energietag zog sich hindurch, wie die Politik auf allen Ebenen den Kurs auf diese Herausforderungen neu ausrichten kann – resilienter, wachstumsorientierter und hoffentlich international kooperativer. Wenn sich alle Probleme so leicht auflösen ließen wie bei einem gemütlichen Glühwein auf unserem Weihnachtsmarkt nach dem Energietag, sähe die Welt sicher anders aus.
Zum Jahresende möchte ich Ihnen gemeinsam mit dem ganzen Team des Weltenergierates ein großes Dankeschön sagen für die tolle Unterstützung und Ihr Engagement im letzten Jahr! Wir wünschen Ihnen erholsame und besinnliche Weihnachtstage, einen guten Rutsch in ein gesundes und erfolgreiches neues Jahr und freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit. Mehr internationales Verständnis füreinander werden wir mehr denn je benötigen!
Ihr Carsten Rolle Geschäftsführer, Weltenergierat – Deutschland
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Weltenergierat als Impulsgeber
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Rückblick: Energietag 2025 und WEC-Weihnachtsmarkt 04. Dezember 2025, Berlin
- Jahreskonferenz des Weltenergierat – Deutschland
- Branchentreffen für internationale Energiefragen in Berlin
- In diesem Jahr mit exklusivem Weihnachtsmarkt im Anschluss
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Der Energietag, die Jahreskonferenz des Weltenergierat – Deutschland e.V., fand am 04. Dezember 2025 in der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften in Berlin unter dem Titel „Everything in Transition: Wohin steuert die globale Energiepolitik?“ statt. Im Fokus standen die Auswirkungen einer sich verändernden geopolitischen Ordnung auf die nationale und globale Energie- und Klimapolitik sowie internationale Potenziale und Rahmenbedingungen der CO2-Abscheidung -und Speicherung (Carbon Capture and Storage, CCS).
Stefan Kapferer, Präsident des Weltenergierat – Deutschland, eröffnete die Veranstaltung. Er ordnete den Energietag in eine Phase tiefgreifender Umbrüche ein und betonte, dass Energiepolitik heute untrennbar mit Fragen der Wettbewerbsfähigkeit, Sicherheit und internationalen Zusammenarbeit verbunden sei. Der Weltenergierat biete in diesem Kontext eine wichtige Plattform für den internationalen Austausch und gemeinsames Lernen.
Staatssekretär Dr. Frank Wetzel, Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, betonte in seiner Keynote die Notwendigkeit internationaler Partnerschaften. Fast kein Land der Welt sei autonom. Deutschland unterhalte wechselseitige Beziehungen zu einer Vielzahl anderer Staaten. Um die Volkswirtschaften in Europa resilienter zu machen und die Potenziale des europäischen Binnenmarkts zu nutzen, sei eine engere Zusammenarbeit innerhalb der Europäischen Union (EU) notwendig. Energiepolitik müsse dabei stets im geopolitischen Kontext gesehen werden. Entscheidungen auf den Energiemärkten seien gleichzeitig sicherheits- und friedenspolitisch relevant.
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Dr. Christoph Müller, Vorsitzender der Geschäftsführung der Amprion GmbH, warnte vor der Überlastung des Stromsystems durch die steigende Zahl von Batteriespeichern. Entscheidend sei künftig nicht nur der Ausbau erneuerbarer Energien, sondern deren effiziente Integration in das Stromsystem durch klare Priorisierung und neue Markt- und Betriebsmodelle.
Im anschließenden Gespräch diskutierten Stefan Kapferer und Dr. Christoph Müller mit Moderator Dr. Carsten Rolle, Geschäftsführer des Weltenergierat – Deutschland, die Regulierung der knappen Ressource Netzanschluss. Sie thematisierten die Notwendigkeit transparenter Vergabekriterien, neuer Regulierungsansätze und einer stärkeren europäischen Koordination beim Netzausbau, um Planungssicherheit und Investitionen zu ermöglichen.
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Das Young Energy Professionals (YEP)-Spotlight, präsentiert von Daniel Böhmer und Daria Ekimova, leitete im Anschluss daran den Blick auf internationale Entwicklungen in der Energie- und Klimapoltik.
Laura Cozzi, Director Sustainability, Technology and Outlooks der Internationalen Energieagentur (IEA), stellte zentrale Punkte aus dem kürzlich erschienenen World Energy Outlook 2025 vor, dem jährlichen Flaggschiff-Bericht der IEA: Der globale Strombedarf steige in allen Szenarien deutlich, getrieben durch wirtschaftliches Wachstum, Digitalisierung und neue Technologien. Die Angebotswelle von verflüssigtem Erdgas (Liquefied Natural Gas, LNG) unterstütze die Nachfrage. Gleichzeitig gewännen kritische Mineralien an Bedeutung, deren hohe Marktkonzentration Risiken für die Versorgungssicherheit berge.
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Das internationale Panel mit Laura Cozzi, Dr. Olga Bogdanova, Deputy State Secretary im Klima- und Energieministerium von Lettland sowie Präsidentin des World Energy Council Latvia, Dr. Mareike Ohlberg, Senior Fellow im Indo-Pacific Program des German Marshall Fund of the United States, und Heiko Willenberg, Head of Government Relations / Political Affairs der RWE AG, zeigte, wie sehr geopolitische Dynamiken die Energiewende beeinflussen – von Europa über China bis in die USA – und wie wichtig Diversifizierung und Resilienz sind.
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Dr. Agustín Delgado Martín, Chief Technology Officer der Iberdrola S.A. sowie Chair Europe des World Energy Council (WEC), behandelte in seiner internationalen Keynote u. a. die Frage, wie Resilienz in Europa verbessert werden kann.
Ulrich Vögtle, Head of Business Development & New Solution Management Power Segment bei der Everllence SE, hob hervor, dass der Weg zur Klimaneutralität in erster Linie über eine konsequente Elektrifizierung führe. Wasserstoff müsse dabei stets im Zusammenhang mit CO2-Management gedacht werden und könne Elektrifizierung gezielt ergänzen. Vor diesem Hintergrund sei Klimaschutz nicht nur eine ökologische Notwendigkeit, sondern zugleich die beste Investition in die Zukunft.
Weltenergierat-Büroleiterin Maira Kusch und Young Energy Professional Sven Stellmacher, warfen anschließend im zweiten YEP-Spotlight einen Blick auf aktuelle Entwicklungen im globalen CCS-Markt, auf globale Vorreiterländer, wie die USA, China und Norwegen, sowie die Bedeutung von CCS für Europa.
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Das darauffolgende Panel diskutierte die Rolle von CCS in der europäischen Klimaschutz- und Industriepolitik, notwendige Rahmenbedingungen, wirtschaftliche und rechtliche Aspekte sowie grenzüberschreitende Infrastruktur. Teilnehmende waren Alexandra Decker, Mitglied des Vorstands der CEMEX Deutschland AG und Vorstandsvorsitzende der Carbon Management Allianz, Oliver Grundmann, Of Counsel bei der Dentons Europe (Germany) GmbH & Co. KG sowie Co-Vorsitz des Politischen Fachbeirats der Carbon Management Allianz, Thomas Schubert, Partner / Head of European Venture Technology Group bei der Dentons Europe (Germany) GmbH & Co. KG, und Grete Tveit, Senior Vice President Low Carbon Solutions der Equinor ASA. Die Diskussion verdeutlichte, dass CCS als integraler Bestandteil der Klimastrategie vieler Länder europäische Koordination, regulatorische Klarheit und Investitionsbereitschaft erfordere.
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Der Energietag 2025 machte deutlich, dass die Transformation des Energiesektors in Europa stark geopolitisch geprägt ist. Stabilität, Investitionssicherheit, internationale Zusammenarbeit und die Integration innovativer Technologien bleiben entscheidend für die erfolgreiche Umsetzung der Energiewende und die Klimaneutralität der Industrie.
In seinen Schlussworten dankte Moderator Dr. Carsten Rolle allen Rednerinnen und Rednern für ihre wertvollen Beiträge sowie dem Publikum für die Teilnahme am Energietag 2025. Abschließend lud er die Teilnehmenden zum weiteren Austausch auf einen exklusiven WEC-Weihnachtsmarkt auf der Dachterrasse von Dentons Europe mit Blick auf den Berliner Gendarmenmarkt ein.
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Weitere Eindrücke und einen ausführlichen Bericht zum Energietag 2025 gibt es hier.
Wir danken unseren Partnern:
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Rückblick: Präsidiumssitzung und Mitgliederversamlung 2025 03. und 04. Dezember 2025, Berlin
- Entlastung von Vorstand und Geschäftsführung
- Ernennung Dr. Uwe Franke zum Ehrenpräsidenten
- Folker Trepte zum neuen Schatzmeister gewählt
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Traditionell fanden rund um den Energietag 2025 die jährliche Präsidiumssitzung und Mitgliederversammlung des Weltenergierat – Deutschland statt. Die Geschäftsführung gab einen umfassenden Bericht zu den Aktivitäten des Vereins der Jahre 2024/2025 und der Finanzlage sowie eine Vorschau auf Termine und Projekte in 2026. Als Dank für seine Verdienste im Verein ernannte Weltenergierat-Präsident Stefan Kapferer im Namen des Vorstandes seinen Vorgänger, Dr. Uwe Franke, zum Ehrenpräsidenten auf Lebenszeit. Beim anschließenden Dinner begrüßte das Präsidium den Parlamentarischen Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, Stefan Rouenhoff, sowie die Direktorin für Nachhaltigkeit, Technologie und Outlooks der internationalen Energieagentur (IEA), Laura Cozzi, als Gäste und diskutierte unter Chatham House Rule aktuelle energiepolitische Themen und Herausforderungen.
Auf der Mitgliederversammlung wurden Vorstand und Geschäftsführung einstimmig und ohne Gegenstimmen entlastet sowie der Haushaltsplan für die Jahre 2025/2026 bewilligt. Die Mitglieder wählten Folker Trepte zum Schatzmeister des Weltenergierat – Deutschland. Folker Trepte ist seit 1994 bei PricewaterhouseCoopers (PwC) und seit 2020 Leiter des deutschen PwC-Netzwerks Energy, Utilities & Resources. Er ist Mitglied des deutschen Leitungsgremiums für Sustainability und leitet das internationale PwC-Netzwerk Commodity Trading und Risk Management und ist seit kurzem der globale Lead zu Sustainability in der Energy, Utilities & Resources Industrie. Daneben ist Folker Trepte Mitglied im Institut für Wirtschaftsprüfer e.V. in den Facharbeitskreisen „Energiefachausschuss", „Fachausschuss für öffentliche Unternehmen" und im Arbeitskreis „OTC-Derivate". Folker Trepte folgt auf Prof. Dr. Norbert Schwieters, dem wir sehr herzlich für sein Engagement danken und ihm alles Gute für seinen weiteren Weg wünschen. Folker Trepte gratulieren wir herzlich und freuen uns auf die künftige Zusammenarbeit. Ein Protokoll der Gremiensitzungen lassen wir unseren Mitgliedern in Kürze zukommen.
Haben Sie Interesse an einer Mitgliedschaft im Weltenergierat – Deutschland? Melden Sie sich gern bei Maira Kusch.
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Aus dem globalen WEC-Netzwerk
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Call for Participation: World Energy Issues Monitor 2026
- Weltweite Umfrage zu aktuellen Energiethemen- und trends
- Teilnahme noch bis zum 11. Januar 2026 möglich
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Die neue „World Energy Issues Monitor“-Umfrage ist da!
Was hält Energieexpert:innen und Entscheider:innen nachts wach? Wir möchten alle Mitglieder und Partner herzlich dazu aufrufen, an der größten globalen Umfrage des World Energy Council (WEC) – dem World Energy Issues Monitor 2026 – teilzunehmen.
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Hintergrund: Jedes Jahr befragt der WEC sein globales Netzwerk zu den aktuellen Trends im Energiesektor in den Bereichen Geopolitik, Wirtschaft, Gesellschaft, Umwelt, Regulierung und Technologie auf globaler, regionaler und nationaler Ebene. Die Umfrage bündelt verschiedene Perspektiven von Entscheidungsträger:innen und Multiplikator:innen, um Unsicherheiten und thematische Prioritäten im Energiemarkt regionenübergreifend zu analysieren, zu vergleichen und Dynamiken aufzuzeigen. Veränderungen bei einzelnen Themen lassen sich im Zeitverlauf anschließend in den sogenannten „WEC Issues Maps“ nachvollziehen.
Die Beteiligung des deutschen Netzwerks spielt eine zentrale Rolle bei der Identifizierung globaler und regionaler Energietrends sowie -unsicherheiten. Wir laden Sie daher herzlich zur Teilnahme an der Umfrage ein, um Ihren Erfahrungsschatz und die deutsche Perspektive in den globalen World Energy Issues Monitor-Report 2026 einzubringen.
Warum Ihre Teilnahme wichtig ist?
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- Sie gestalten den Diskurs: Ihre Einschätzungen fließen in eine globale Analyse ein, die wesentliche Trends, Unsicherheiten und Handlungsempfehlungen für die gesamte Energiebranche identifiziert.
- Sie gewinnen Erkenntnisse: Die Ergebnisse der Umfrage ermöglichen Ihnen tiefgehende Einblicke in die zentralen Herausforderungen und Chancen der Energiewende auf globaler, regionaler und nationaler Ebene.
- Sie setzen Impulse: Ihre Mitwirkung trägt entscheidend dazu bei, Prioritäten für eine beschleunigte, gerechtere und nachhaltige Energiezukunft zu definieren.
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Die Umfrage läuft noch bis zum 11. Januar 2026. Das Ausfüllen nimmt ca. 10 Minuten in Anspruch.
Um möglichst breit angelegte Perspektiven und Einschätzungen in die Ergebnisse einfließen zu lassen, teilen Sie den Umfragelink gerne mit anderen Expertinnen und Experten aus Ihrem Umfeld.
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Einladung: WEC Baltic Sea Round Table 2026 11.-12. Februar 2026, Riga, Lettland
- Regionalevent von WEC-Mitgliedskomitees im Ostseeraum
- Jahreskonferenz des lettischen Komitees am 11. Februar 2026
- Weltenergierat – Deutschland mit deutscher Delegation vor Ort
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Das lettische Mitgliedskomitee des World Energy Council (WEC) lädt am 11. Februar 2026 zu seiner Jahreskonferenz „Just Transition in Action: Navigating Pathways for the Baltic Sea Region” nach Riga ein. Mitglieder des Weltenergierat – Deutschland sind herzlich dazu eingeladen, daran teilzunehmen. Bestätigte Sprecher:innen sind u. a. Minister Kaspars Melnis, Ministry of Climate and Energy of the Republic of Latvia, S. E. Adnan Amin, Co-Gründer der Internationalen Organisation für Erneuerbare Energien (IRENA) sowie Präsident des World Energy Council und Dr. Olga Bogdanova, Deputy State Secretary im Klima- und Energieministerium von Lettland sowie Präsidentin, World Energy Council Latvia.
Am darauffolgenden Tag (12. Februar 2026) wird der traditionelle Baltic Sea Round Table des WEC in Riga stattfinden. Hintergrund: Beim Baltic Sea Round Table handelt es sich um eine regionale Veranstaltungsreihe, die seit 2013 stattfindet. Ziel des Regionalevents: Der Austausch der WEC-Ostseeanrainer-Komitees zu aktuellen Herausforderungen und möglichen Lösungen für die nachhaltige Energieversorgung im Ostseeraum.
Das Programm zur Konferenz und dem Round Table finden Sie hier.
Sollten Sie Interesse an einer Teilnahme an der Konferenz und / oder dem Baltic Sea Round Table haben, melden Sie sich gern bei Maira Kusch.
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Neues von den Young Energy Professionals (YEPs)
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Das YEP-Netzwerk begrüßt neue Mitglieder
- Diesjährige Bewerbungsrunde für die Young Energy Professionals abgeschlossen
- Elf neue YEPs in das Netzwerk aufgenommen
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Über 100 Bewerbungen von jungen Berufstätigen der Energiebranche sind im diesjährigen Bewerbungsprozess eingegangen – ein deutliches Zeichen für die Reichweite und Sichtbarkeit des Nachwuchskräfte-Netzwerks. Bei einer begrenzten Anzahl an Plätzen machte das große Interesse und die Vielfalt der spannenden Profile die Entscheidung nicht leicht.
Es freut uns nun sehr, dass wir mit der Unterstützung dieser elf neuen Young Energy Professionals im Jahr 2026 wieder viele Aktivitäten anstoßen und Projekte voranbringen können: Lisa Behm (Utrecht University), Alexandra von Bülow (Octopus Energy Germany GmbH), Beatrice Di Giulio (FORRS GmbH), Henri Dörr (Bundesverband Windenergie Offshore e.V.), Johanna Friese (EWE Gasspeicher GmbH), Nora Kögel (Deutsche Energie-Agentur GmbH, dena), Sophie Lohmann (IREES GmbH), Maximilian von Maltzan (50Hertz Transmission GmbH), Viktor Müller (BadenovaNETZE GmbH), Lorin Neumann (DNV Energy Systems Germany GmbH), Daniel Neuhold (Uniper SE).
Insgesamt zählt das YEP-Netzwerk damit ca. 70 Mitglieder, die sich in den verschiedenen Projektgruppen engagieren.
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YEP- und YEP-Alumni-Netzwerktreffen beim Energietag 2025
- Große YEP-Präsenz beim diesjährigen Energietag
- YEP-Spotlights zur Einführung in die Paneldiskussionen
- Netzwerktreffen mit Alumni und internationalen YEPs
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Der Energietag 2025 stellte für die Young Energy Professionals (YEPs) ein besonderes Highlight dar: Sie waren in diesem Jahr nicht nur vor Ort vertreten, sondern mit YEP-Spotlights aktiv Teil des offiziellen Konferenzprogramms.
Besonders hervorzuheben ist zudem die starke internationale und generationenübergreifende Beteiligung des YEP-Netzwerks gewesen: Neben zahlreichen YEPs aus dem deutschen Netzwerk nahmen auch internationale YEPs und Future Energy Leaders (FELs), unter anderem aus Finnland und der Türkei, sowie Mitglieder des YEP-Alumni-Netzwerks teil – ein anschauliches Beispiel für die Lebendigkeit, Vernetzung und Nachhaltigkeit des Netzwerks.
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3 Fragen an: Thomas Schubert & Oliver Grundmann, Dentons Europe (Germany) GmbH & Co. KG
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Thomas Schubert, LL.M. (Boston) ist Partner im Berliner Büro von Dentons. Er ist Leiter der deutschen Energiegruppe, Co-Head der Praxisgruppe Corporate/M&A in Deutschland und Head of European Venture Technology Group. Er ist auf die Beratung nationaler und internationaler Unternehmen und Investoren bei M&A-Transaktionen und Unternehmensumstrukturierungen spezialisiert und berät schwerpunktmäßig im Energiesektor.
Oliver Grundmann ist Of Counsel im Berliner Büro und Mitglied der Praxisgruppe Energy. Bis zu seinem Einstieg bei Dentons war er Mitglied des Deutschen Bundestages. Dort trieb er das Stader Terminalprojekt maßgeblich voran und war fachpolitisch als Berichterstatter für internationale Energiepartnerschaften, Wasserstoff und CCS verantwortlich.
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Dentons ist gemessen an der Zahl seiner Anwältinnen und Anwälte und seiner internationalen Aufstellung die weltweit größte Wirtschaftsrechtskanzlei. Von A wie Arbeitsrecht über M&A bis Z wie Zukunftsfragen berät Dentons als Full-Service-Kanzlei zu klassischen wie innovativen Themen. Mandanten profitieren von mehr als 6.000 Anwälten und einer globalen Präsenz mit über 160 Büros in mehr als 80 Ländern. Die Teams werden mit vielfältigen Kompetenzen zusammengestellt und verbinden juristisches Fachwissen mit tiefgreifender Branchenkenntnis. Der Energiesektor gehört zu den Schwerpunktbereichen von Dentons; hier lösen mehr als 1.000 Anwälte die komplexen Herausforderungen ihrer Mandanten.
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Frei nach dem WEC-„Issues Monitor“: Was hält Sie als Entscheider der Energiewirtschaft aktuell nachts wach? Thomas Schubert: Die größte Herausforderung ist die hohe Komplexität der Energiewende: Versorgungssicherheit, Bezahlbarkeit und Klimaschutz müssen unter einen Hut gebracht werden. Was mich wachhält, ist die Frage, ob der Ausbau von Netzen, Speichern und Erzeugungskapazitäten mit dem Tempo unserer Klimaziele Schritt hält und ob die regulatorischen Rahmenbedingungen Investitionen ausreichend fördern. Hinzu kommen geopolitische Spannungen, volatile Märkte und unsichere Lieferketten. Kurz: die Sorge, ob wir schnell genug sind, um ein resillientes, nachhaltiges und zugleich wirtschaftlich tragfähiges Energiesystem aufzubauen.
Oliver Grundmann: Volle Zustimmung und ergänzend sind für mich die entscheidenden Fragen, ob wir es schaffen, Bürokratie zurückzuschneiden und in zentralen Feldern ähnlich pragmatische Wege, wie im Ausland zu gehen. CCS war ein viel zu langer Weg.
Welche Innovation im Energie- und Klimabereich wünschen Sie sich für die Zukunft? Thomas Schubert: Ich wünsche mir eine echte industrielle Skalierung vielfältiger Flexibilitäts- und Speichertechnologien – von (Battery Energy Storage Systems) BESS über Wasserstofflösungen bis hin zu digitalen Last- und Netzmanagementlösungen. Ebenso wichtig sind beschleunigte Planungs- und Genehmigungsprozesse, interoperable Standards sowie ein regulatorisches Umfeld, das Technologieoffenheit und Investitionssicherheit gewährleistet. Denn die entscheidenden Innovationen liegen nicht nur im Technischen, sondern in der Verbindung aus technischen Durchbrüchen und praktikablen Rahmenbedingungen. Erst dann können wir Tempo, Effizienz und Wirtschaftlichkeit der Transformation wirklich steigern.
Oliver Grundmann: Absolut und im Bereich der LNG-Terminalinfrastruktur haben wir ja gesehen, wie entschlossen und schnell der Staat handelt. Ich erinnere mich noch gut an die Zeit nach dem Mauerfall: Wir haben sprichwörtlich Mauern eingerissen und Denkblockaden beseitigt. Das brauchen wir wieder. Neben Flüssiggasimporten und Carbon Management müssen wir daher beispielsweise Biomasse und Fusion stärker in den Blick nehmen – denn auch hier können wir von unseren Nachbarn lernen.
Welchen Mehrwert ziehen Sie persönlich aus dem Netzwerk des Weltenergierats? Oliver Grundmann: Durch meine Berichterstatterfunktion für internationale Energiepartnerschaften und als Delegierter auf zahlreichen Klimakonferenzen habe ich gesehen, wo andere stark sind. Von diesen Beispielen müssen wir lernen und sie in Deutschland umsetzen. Dazu braucht es Allianzen. Das Netzwerk des Weltenergierats, gepaart mit meinem, macht uns noch stärker.
Thomas Schubert: Für mich eröffnet der Austausch mit Expertinnen und Entscheidern aus unterschiedlichen Energiemärkten neue Perspektiven auf grundsätzliche Themen der Transformation. Bereits innerhalb Dentons haben wir mehr als 1.000 Kollegen, die schwerpunktmäßig im Energiesektor beraten und mit denen wir Großprojekte umsetzen. Dieses Wissen und diese Erfahrung möchten wir in den Weltenergierat einbringen und zugleich vom Austausch über Erfahrungen in anderen Märkten profitieren.
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Deutsche Vorstellung des World Energy Outlook 2025 26. Januar 2026, Berlin (tbc)
Baltic Sea Round Table & Conference 11.-12. Februar 2026, Riga, Lettland
I. Members' Call 2026 27. Februar 2026, virtuell
I. Präsidialausschusssitzung 2026 07. Mai 2026, Berlin
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27. World Energy Congress 12.-15. Oktober 2026, Riad, Saudi-Arabien
Mitgliederversammlung 2026 08. Dezember 2026, Berlin
Energietag 2026 09. Dezember 2026, Berlin
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Ihre Organisation ist noch kein Mitglied im Weltenergierat – Deutschland? Treten Sie jetzt bei und gestalten Sie mit uns die Energiezukunft in einem internationalen Netzwerk! Unsere Büroleiterin Maira Kusch freut sich auf Ihre Kontaktaufnahme.
Sie möchten unsere Arbeit darüber hinaus unterstützen? Auch Spenden sind herzlich willkommen.
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Wenn Sie diese E-Mail (an: unknown@noemail.com) nicht mehr empfangen möchten, können Sie diese hier abbestellen.
Weltenergierat - Deutschland e.V. Gertraudenstraße 20 10178 Berlin Deutschland
info@weltenergierat.de www.weltenergierat.de CEO: Dr. Carsten Rolle Tax ID: DE316153723
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